Autor Thema: Storyboard  (Gelesen 2410 mal)

Crippler

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Storyboard
« am: Oktober 15, 2008, 01:22:36 Nachmittag »
Wir sollten den Dreh vorher viel besser planen, Stichwort Storyboard, was ich letztens schon meinte.

Das hat vier Vorteile:
1. Der Dreh geht schneller, da wir wirklich nur Sachen drehen, die wir hinterher verwenden können.
2. Der Dreh geht schneller, da wir nicht erst am Set überlegen müssen, was wir von wo wie filmen wollen.
3. Der Schnitt geht schneller, da wir nur das Material auf dem Rechner haben, was wir wirklich brauchen.
4. Der Schnitt geht schneller, da durch die Benutzung des Storyboards dafür sorgt, dass es keine Anschlussfehler mehr geben soll, d.h. beim Schnitt muss nicht rumgesucht werden, welche Einstellungen zusammenpassen.

Auch wenn das mit dem Storyboard bei diesem Film vielleicht nicht mehr klappt, beim nächsten wird das so gemacht. Man braucht nicht unbedingt ein Storyboard, Sergio Leone hatte sein Storyboard quasi im Kopf gespeichert, wenn er beim Dreh war, aber dafür haben wir zuwenig Erfahrung. Ich denke jedenfalls, dass das Erstellen eines Storyboards zwar Zeit in Anspruch nimmt, man dadurch im Endeffekt aber jede Menge Zeit spart.

Bei der Einsiedlerszene haben wir z.B. jede Menge Zeug gefilmt, das beim Schnitt nicht zusammenpasst. Mit Storyboard wäre das nicht passiert und wir hätten mindestens 'ne Stunde gespart, wären so eher am Tunnel gewesen und das Licht wäre uns da unten nicht ausgegangen.

Da fällt mir gerade ein, dass ich für "Disposal Of The Body" sogar ein Storyboard gemacht hatte. Ich weiß nicht mehr, ob für alle Szenen, aber das war auf jeden Fall nicht verkehrt, der Streifen ist immerhin mit das Beste, was wir bis dato produziert haben.

Ich bin auch gerne bereit, beim nächsten Mal die Erstellung des Storyboards zu übernehmen. Wenn Du das Drehbuch schreibst und die Bilder quasi schon im Kopf hast, kann es dann natürlich passieren, dass das, was ich aufs Papier bringe, nicht ganz das ist, was Du im Kopf hattest. Man könnte das Storyboard natürlich vor dem Dreh nochmal durchgehen und ggf. Einstellungen ändern, die Dir nicht gefallen. Wenn zwei Leute Regie führen, ist das ja immer so 'ne Sache...

holla

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Re: Storyboard
« Antwort #1 am: Oktober 15, 2008, 02:12:03 Nachmittag »
moin
so ein storboard würd wirklich vieles einfacher machen.
ihr könnt doch für die noch austehenden sequenzen anhand des drehbuches eine art storyboard erstellen und das dann vor drehbeginn durchsprechen, das nimmt zwar zeit in anspruch aber spart letzendlich mehr zeit ein.

Crippler

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Re: Storyboard
« Antwort #2 am: Oktober 15, 2008, 03:17:11 Nachmittag »
moin
so ein storboard würd wirklich vieles einfacher machen.
Sehr gut, noch jemand, der dafür ist!

ihr könnt doch für die noch austehenden sequenzen anhand des drehbuches eine art storyboard erstellen und das dann vor drehbeginn durchsprechen, das nimmt zwar zeit in anspruch aber spart letzendlich mehr zeit ein.
Ich schaff das zeitlich nicht. Hab zuviel mit Arbeit und Uni um die Ohren, wenn wir nicht am Drehen oder ich am Schneiden bin. Wie siehts denn da bei Dir aus, Werner? Würdest Du das schaffen? Du hast ja auch das Drehbuch geschrieben, da hat man die Bilder ja schnell vor dem geistigen Auge und kann sie zu Papier bringen. Muss ja nicht viel und nicht detailliert sind.

Ein weiterer großer Vorteil eines Storyboards ist, dass man wirklich Bildkompositionen erstellen kann. Z.B. ein Darsteller ganz links am Bildrand, einer ganz rechts und weiter hinten und man zieht den Fokus während des Drehs mit. Wenn man sich solche Sachen erst am Set überlegt, kriegt mans wieder mit den Anschlussfehlern zu tun. Man kann die Leute ja nicht plötzlich woanders hinstellen.

Master W

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Re: Storyboard
« Antwort #3 am: Oktober 16, 2008, 11:54:30 Vormittag »
Ja. Ich bin eigentlich auch Fan von Storyboeads. Hab sogar auch selbst zu...ich glaube Psycho vs. Basementbeast III ein komplettes Storyboard erstellt. Der film wurde leider nicht gedreht. Grund das wir bei diesem Film keins haben ist wohl einfach unsere Faulheit und Naivität, das wir dachten, wir hätten das nicht nötig. Jetzt ist die Zeit natürlich eng, aber ich wer versuchen für die nächsten Sequenzen ein Storyboard zu erstellen. Halte ich für sinnvoll...Ich würde das dann einfach einscannen und dem Crippler zukommen lassen, der das dann hier im Forum öffentlich machen kann. Was die Zukunft betrifft, würde ich sagen, das am besten der Drehbuchautor schon einen Storyboardentwurf erstellt, der dann vom Regisseur, z.B. Christian, perfektioniert wird.
Hüte dich vor dem Menschen, denn er ist des Teufels Verbündeter...